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15.10.2016 21:58 Alter: 2 yrs

3. Transnationales Meeting in Rom, Italien


Rom war der Austragungsort des dritten transnationalen Meetings des „Farm Success Projektes“. Die Vertreter der acht Projektpartner trafen sich am 15. und 16. September 2016 in der italienischen Hauptstadt. Begrüßt wurden die Anwesenden von Matteo Ansanelli und Massimo Canalicchio von Agricultura è Vita. Nach einem kurzen Überblick über den aktuellen Stand des Projektes, wurde über die Auswahl der besten Kandidaten für weitere, sog. 'Case Studies' diskutiert. 

Hierfür stellte jedes Land in einer Präsentation seine bisher gewählten Kandidaten vor, die bereits einen Hofübergabeprozess durchlaufen sind und einen kleinen Fragebogen ausgefüllt haben. Dieser Fragebogen teilt sich in drei Teile auf: Informationen über den Nachfolger, den Betrieb und den Hofübergabeprozess. Ein Hauptziel des Farmsuccess - Projektes ist die Erstellung eines Lernprogrammes. Dieses Lernprogramm soll zukünftig Landwirten und Landwirtinnen dabei helfen, den Übergabeprozess ihres Betriebes zu meistern.

Einige vorläufige Ergebnisse wurden gewonnen: 

  • Spanische Landwirte bewirtschaften ihre Höfe normalerweise drei Generationen lang
  • Slowenische Landwirte diskutieren in frühen Jahren über den Hofübergabeprozess (Alter des Nachfolgers: 15 - 20 Jahre)
  • 80 - 100% der tschechischen Landwirte bewerten den Hofübergabeprozess als einen Erfolg

Nachmittags wurde das Projektmanagement, als auch die Verbreitung des Projektes über soziale Netzwerke, wie Facebook oder Twitter, erörtert. Eine weitere Bekanntmachung des Farmsuccess - Projektes über das Internet wurde diskutiert. Um das Projekt bekannter zu machen, sollten alle mit dem Projekt in Zusammenhang stehenden Aktivitäten aufgezeichnet und veröffentlicht werden.

Am zweiten Tag des Meetings wurden im Rahmen einer weiteren Diskussion aus den bereits vorgestellten Kandidaten, die für das Projekt geeigneten Kandidaten ausgewählt. Hierbei wurde unter anderem geklärt, welche Kriterien für ein Interview entscheidend sind. Die Bereitschaft der Landwirte, an weiteren Befragungen teilzunehmen war hier ein zentraler Punkt. Außerdem sollten Aspekte wie das Alter, das Geschlecht oder die multifunktionalen Aktivitäten der Betriebe ausschlaggebende Faktoren sein. Zusätzlich bestimmten die Teilnehmer, dass die Frage nach der Anzahl der Geschwister bei der nächsten Revision des Fragebogens aufgenommen werden soll. Mit den gewählten Kandidaten werden in den nächsten Monaten offene Interviews geführt.

Danach besuchten die Vertreter der europäischen Projektpartner einen Betrieb von Benjamin Tiozza. Dieser wird von mehreren Generationen gleichzeitig bewirtschaftet. Der Hof beteiligt sich an einem Netzwerk BASF Partnership, welches nachhaltige Entwicklung, Biodiversität und Innovationen unterstützt. Der Nachfolgeprozess war zwar eine Herausforderung, war letztendlich jedoch erfolgreich. Benjamin Tiozza erwähnte, dass die wichtigsten Faktoren bei der Nachfolge, eine Familie mit gutem Zusammenhalt, mit Traditionen, Werten und eigenen Produkten ist.

Das nächste Farmsuccess - Meeting findet im März 2017 in Naklo in Slowenien statt.